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Sexting, YouNow & Dating Apps

Es melden sich immer mehr Jugendliche in Dating-Apps an und präsentieren sich da zum Teil auf haarsträubende Weise, ganz vorne liegt da die App Lovoo, die aktuell u.a. im Privat-TV aggressiv beworben wird. Deren Altersgrenze ist vom Anbieter auf 14(!) festgesetzt, ich habe da aber auch schon deutlich jüngere Mädchen aus meinem Wohnort entdeckt.

Zum einen melden sich immer mehr Jugendliche in Dating-Apps an und präsentieren sich da zum Teil auf haarsträubende Weise, ganz vorne liegt da die App Lovoo, die aktuell u.a. im Privat-TV aggressiv beworben wird. Deren Altersgrenze ist vom Anbieter auf 14(!) festgesetzt, ich habe da aber auch schon deutlich jüngere Mädchen aus meinem Wohnort entdeckt.

Zum anderen wurde im Lauf der Weihnachtsferien die Plattform www.younow.com, die bisher meist von bekannten Youtubern für Live-Streams benutzt wurde, unter Jugendlichen populär, und da zieht es mir die Schuhe aus, wie naiv und leichtsinnig sich dort viele, insbesondere Mädchen, mit ihrem vollem Namen live vor der Webcam präsentieren und freigiebig jede Menge persönliche Daten in die Welt hinaus plappern, viele auch noch spät abends. In vielen Fällen gelingt es mühelos, innerhalb weniger Minuten Alter, Schule, Adresse, Hobbies, Facebookadresse, Instagramadresse oder auch Handynummern zu erfahren. Wenn es nicht ohnehin freimütig erzählt wurde, half eine kurze Googlesuche. In einigen Fällen saßen da sogar Grundschulkinder vor der Webcam!

Günter Steppich, Fachberater für Jugendmedienschutz am Staatlichen Schulamt in Wiesbaden, hat auf seiner Website einen ausführlichen Artikel darüber veröffentlicht, inklusive Screenshots und zwei Aufklärungsvideos von angesagten Youtubern: www.medien-sicher.de/2015/01/dating-apps-und-live-streaming-aus-dem-kinderzimmer/

Bei www.younow.com können Sie sich auch direkt selbst einen eigenen Eindruck verschaffen, die Aufforderung zur Registrierung können Sie einfach wegklicken. Klicken Sie links auf die Bereiche #deutsch oder #deutsch-girl und staunen Sie. Der Beitrag dieses Youtubers bringt das Problem auf den Punkt:  https://www.youtube.com/watch?v=hwxz41AjDmE   „Ey, im Internet sind auch schlechte Menschen unterwegs!“

Im Gegensatz zum Thema Sexting stehen diese Phänomene erst am Anfang und wir hoffen über die Verbreitung dieser Information eine erhebliche präventive Wirkung zu erzielen.

Nach unserer Einschätzung wird sich dieser Trend dank WhatsApp in kürzester Zeit flächendeckend verbreiten, sodass die Sorge, man könnte die Kids erst auf dieses Pferd setzen, wenn man sie darauf anspricht, sicherlich unbegründet sein dürfte. Man muss ja auch nicht konkret über diese Plattformen sprechen, ein intensives grundsätzliches Gespräch über die Wahrung der Privatsphäre und die vielen zwielichtigen Gestalten unter den Internetnutzern erfüllt denselben Zweck.

Weitere Informationen finden Sie unter www.medien-sicher.de 

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